Institut für
beratende Sozial- und
Wirtschaftswissenschaften
Gerhard Weisser-Institut e.V.
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D-44789 Bochum
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Zur Geschichte des Forschungsinstituts

Ein kleiner Kreis erfahrener Hochschullehrer, angehender Wissenschaftler und Freunde an der Albertus-Magnus-Universität zu Köln gründete 1965 das “Forschungsinstitut für Gesellschaftspolitik und beratende Sozialwissenschaft e.V.” mit Sitz in Göttingen. Die Mitbegründer Friedrich Karrenberg und Gerhard Weisser wurden zum Vorsitzenden bzw. Wissenschaftlichen Direktor gewählt.

 Unermüdlicher “Motor” für die Gründung eines Instituts, das sowohl Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Gesellschaftspolitik betreiben als auch spezielle sozialwissenschaftliche Beratung leisten sollte, war zweifellos Gerhard Weisser, der auf eine erfolgreiche Instituts und Beratungsarbeit seit den 50er Jahren verweisen konnte. Aus Überzeugung und persönlicher Erfahrung, sinnvolle Politik könne angesichts der “Kompliziertheit unserer Lebensverhältnisse der Wissenschaft nicht mehr entraten”, forderte Weisser die Gründung eines Instituts, das eben auch erforschen sollte, wie denn diese wissenschaftliche Beratung organisatorisch und finanziell zu gestalten sei.

Eher skeptisch sah der Befürworter einer auf “Unabhängigkeit” bedachten wissenschaftlichen Politikberatung die damals wie heute dominierenden Aktivitäten von “Beiräten”, die von staatlichen Hoheitsträgern berufen und aus öffentlichen Mitteln finanziert werden. Einmütigkeit in jenem “Kölner Kreis” herrschte wohl auch in der Ablehnung einer Beratungspraxis, bei der “einzelne Gelehrte und andere Fachleute allein oder in Gruppen die Beratungstätigkeit neben ihrer hauptberuflichen Beschäftigung ausüben”. Beispielhaft sah Gerhard Weisser die Beratungsaufgaben in den USA erfüllt, “wo große Forschungsinstitute mit einem riesigen Mitarbeiterstab tätig sind”. Es galt ebenso, nicht nur die “Fundierung auf klare Grundvoraussetzungen” sicherzustellen, sondern auch die “Unabhängigkeit der Ratschläge” zu gewährleisten.

 Die vielgestaltigen Institutsziele spiegeln sich auch in den Vorsitzenden des Vereins wider. Beispielsweise folgte dem Hannoveraner Stadtbaurat Prof. Dr. Rudolf Hillebrecht der amtierende niedersächsische Ministerpräsident Alfred Kubel, der Göttinger Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Ralf Dreier löste Dr. Kurt Nemitz, Präsident der Landeszentralbank in Bremen, ab, ehe dann mit Prof. Dr. Lothar F. Neumann ein weiterer Hochschullehrer zum Vorsitzenden gewählt wurde. Ihm folgte Prof. Dr. Uwe Jens , Mitglied des Deutschen Bundestages (bis Herbst 2002) und Honorarprofessor an der Ruhr-Universität Bochum, der bis zu seinem Tode im März 2013 dem Institut vorstand. Im Herbst 2013 wurde Dr. Dieter Rehfeld, Forschungsdirektor am Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen und Privatdozent an der Fakultät für Sozialwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum zum Vorsitzenden gewählt.

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